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Andy Holzer öffnet der LUS die Augen

"Du bist wichtig. Du lebst dein Leben. Du bist selbst verantwortlich." Das ist die Botschaft des blinden Extrembergsteigers Andy Holzer, die er 500 Schülern und Auszubildenden beim zweistündigem Motivationstraining in der Landgraf-Ulrich-Halle mit auf den Weg gibt.

(twi) "Was kann Motivation bewegen? Was können unsere Kinder in der Zukunft besser machen?" Diese Fragen waren für Dr. Friederike Dunkel-Benz die Triebfeder für eine Veranstaltung, die der Lions-Club "Oberpfälzer Wald" in Zusammenarbeit mit der Mittelschule Pfreimd unter der Leitung von Rektor Siegfried Seeliger und dank vieler Sponsoren organisieren konnte. Die Jugendlichen erleben den blinden Bergsteiger und Motivationstrainer, können Fragen stellen. Es geht weniger darum, 8000er wie den Mount Everest zu bezwingen, als darum, eigene Grenzen zu überwinden.
Auf die Frage vorab, was er den Jugendlichen aus der Mittelschule Pfreimd, Nabburg und Schwarzenfeld, aus Gymnasium, Realschule und Förderschule Nabburg mit auf den Weg geben will, antwortet er: "Es gibt niemand auf der Welt, der für das eigene Glück zuständig ist. Nehmen wir die Verantwortung selber in die Hand und versuchen nicht ständig bei den Anderen unser Unglück zu suchen." Man könne aus seinem Leben dieses oder jenes machen. Dafür sei jeder selbst verantwortlich. "Niemand ist zufällig dort, wo er ist."


Kein Nachteil

Es herrscht erwartungsvolle Stille als die Präsidentin des Lions-Clubs, Friederike Dunkel-Benz, die Gäste und den blinden Bergsteiger Andy Holzer mit Frau Sabine begrüßt. Um die jungen Leute darauf vorzubereiten, wie sie es schaffen können, Grenzen zu überwinden, wird ein kurzer Film von Servus TV über Andy Holzer und sein Leben als Extrembergsteiger vorgeführt. Holzer ist seinen Eltern dankbar, dass sie ihn losgelassen haben, ihn nicht als Blinden behandelten. Als Kind bekam er Skier, er fuhr Rennen, kam mit 22 Jahren zum Extremklettern. Die Jugendlichen stellen Fragen: "Siehst du einen Vorteil, weil du blind bist?". Für Andy Holzer ist es jetzt ein beruflicher Vorteil, da er als einer von zwei blinden Bergsteigern, die es auf den Mount Everest geschafft haben, in Vorträgen berichten kann. Für sein jetziges Leben betrachtet er sein Blindsein nicht mehr als Nachteil.
"Wie motivierst du dich?" Holzers Antwort: "Ein Blinder wird gebraucht, um Sehenden die Augen zu öffnen. Ich habe gelernt, dass dunkle Phasen im Leben notwendig sind, um sich neu zu motivieren." Man müsse sich hocharbeiten und eine Prüfung nach der anderen machen, auch wenn man ab und zu scheitere. "Ich habe gelernt, Schwellen zu überwinden. Es geht! Man muss Verzweiflung erleben, denn ohne Widerstand geht nichts."


Wichtige Teamarbeit

Für Andy Holzer steht fest: Man könne aus jeder Negativerfahrung lernen und einen Vorteil herausholen. Nach zweimaligem Scheitern am Mount Everest habe er einfach losgelassen und etwas Anderes gemacht. "Wenn die große Sehnsucht wiederkommt", müsse man es neu probieren, bis es heißt: "Geschafft". Immer wieder betont Andy Holzer, dass neben der Eigeninitiative die Teamarbeit wichtig sei. Niemand könne alles allein. "Alle im Team sind voneinander abhängig, auch der Topmanager." Und jeder müsse etwas einbringen. Er spricht von "gepflegter Abhängigkeit" und "dynamischer Führung". Man müsse "sich gegenseitig vertrauen und sich gegenseitig etwas zutrauen."

Quelle: https://www.onetz.de/pfreimd/vermischtes/vortrag-von-andy-holzer-in-der-landgraf-ulrich-halle-im-leben-grenzen-ueberwinden-d1787339.html

abgerufen am 17.10.2017

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