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Gibt es ein passendes Wetter für einen Schulausflug? In der Regel erhofft man sich Sonnenschein, doch der 17. Mai war ein nebliger und verregneter Tag. Von der Stimmungslage passend, denn die Reise führte die Klasse 8a zusammen mit ihrem GSE-Lehrer Herrn Fröhlich und Frau Schmittner zur KZ-Gedenkstätte nach Flossenbürg, um dort einen Einblick in das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte zu erhalten: Die Herrschaft unter den Nationalsozialisten.

Empfangen wurden die Schülerinnen und Schüler samt Begleiter auf dem Vorplatz, wo die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt wurde. Die beiden ausgebildeten Museumspädagogen informierten zunächst über die Entstehung und den Aufbau des Lagers Flossenbürg. Aufgrund des hohen Aufkommens an Granit sollten hier die Häftlinge im nahegelegenen Steinbruch dafür sorgen, dass Hitler seine geplanten mächtigen Bauten in die Tat umsetzen konnte. Später, so erfuhren die Teilnehmer/innen, als der Krieg bereits im Gange war, wurden die Häftlinge zum Bau von Flugzeugteilen eingesetzt. Große Steine im Boden markieren heute die ehemaligen Standorte der SS- und Häftlingsbaracken.
Eindrucksvoll schilderten die Leiter der Führung, wie die Häftlinge schon bei der Ankunft im Lager ihre Kleidung und ihr Hab und Gut abgeben mussten und in das Häftlingsbad geführt wurden, wo man ihnen schließlich nicht nur die Haare abrasierte, sondern ihnen auch die letzte Identität nahm, indem sie eine einfache Nummer zugeteilt bekamen, mit der sie von nun an angesprochen wurden. Viele der Häftlinge überlebten nicht einmal den ersten Tag im Lager, da sie der Willkür der SS und der einiger Kapos (Funktionshäftlinge, die andere Häftlinge beaufsichtigten) ausgesetzt waren.






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