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Quelle: https://www.onetz.de/pfreimd/vermischtes


Das "ueTheater Regensburg" führt an der Landgraf-Ulrich-Schule zwei Stücke gegen Mobbing und Rechtsextremismus auf. Organisiert hat die Veranstaltung die Diplomsozialpädagogin Ines Schiller von der Johanniter-Jugendsozialarbeit. Das Publikum ist voll bei der Sache.
Das "ueTheater" bietet speziell auf den pädagogischen Alltag zugeschnittene Vorstellungen an mit Stücken, die in intensiver Zusammenarbeit mit Fachleuten und Pädagogen entstanden sind. Die Aufführungen sollen Anlass sein, sich mit diesen Themen auch längerfristig auseinanderzusetzen. Dazu erhielten die Lehrer entsprechendes Begleitmaterial für den Unterricht. Rektor Seeliger konnte den Regisseur und Autor Kurt Raster und die beiden ausgebildeten Schauspieler Christine Elsa Wagner und Julian Kühndel in der Schule begrüßen.

Die professionellen Akteure hatten jeweils eine dreiviertel Stunde lang die volle Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler und ihrer Lehrerkräfte. Für die achten und neunten Klassen ging es mit "Elly und Ingo" gegen Rechtsextremismus, für Toleranz und Menschenrechte. Die Volksschullehrerin Elly Maldaque gilt als erstes Naziopfer in Regensburg. Ihre unglückliche Lebensgeschichte und die des gewalttätigen Neonazis Ingo werden gegenübergestellt. Die beiden haben ähnliche Startbedingungen in der Kindheit, wo sie viel Gewalt erleben. Während Elly den Weg des Menschenrechts geht und sich sozial engagiert , kann sich Ingo nicht aus den Gewaltzusammenhängen lösen. Das Tragische dabei ist: Ingo reproduziert die gleiche Unterdrückung und Ausgrenzung, unter der er selbst am meisten leidet. Die drastische Darstellung Ingos Gewalt gegenüber Elly beeindruckte die jungen Zuschauer sehr und führte zu einer regen anschließenden Aussprache mit Schauspielern und Regisseur.

Für die Klassen 5 bis 7 ging es im Stück "Hier stinkt's", gegen Mobbing, für Gewaltfreiheit und Verständnis. Mobbing an Schulen ist ein trauriger Umstand, der bei vielen jungen Menschen Wunden schlägt, die oft nicht mehr vollständig verheilen. "Hier stinkt's" klärt in eindringlicher Weise über Mobbing auf.

Marko und Tine sind Schüler zwischen 12 und 16 Jahren. Marko, das Mobbingopfer, schildert seinen Mobbingalltag. Tine, die Rädelsführerin der Mobbinggruppe beschreibt das Geschehen aus ihrer Sicht. In einem dramatischen Showdown während einer Klassenfahrt kommen Tine und Marco sich näher. Das Stück endet versöhnlich, doch werden die psychischen Störungen, die jahrelanges Mobbing hinterlässt, deutlich herausgestellt.

Sehr beeindruckend für die Schülerinnen und Schüler war, wie die Schauspieler ohne sich umzuziehen, in verschiedene Rollen schlüpfen konnten (zum Beispiel Tine, Mutter, Lehrerin), nur durch Körpersprache und Stimme. Das junge Publikum war sichtlich betroffen, denn besser kann man das Problem "Mobbing" nicht darstellen.

Quelle: https://www.onetz.de/pfreimd/vermischtes/gegen-mobbing-und-extremismus-d1797424.html

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